Osteopathie

Was ist Osteopathie?

Osteopathie in wenigen Worten zu beschreiben, ist nicht leicht. Oft werde ich gefragt, wie eine osteopathische Behandlung funktioniert, was ich da eigentlich mit meinen Händen mache, und wie es überhaupt sein kann, dass es dem Tier besser geht nach der Behandlung, wo ich doch scheinbar nur die Hände aufgelegt habe.

Osteopathie beschreibt die Fähigkeit, mit meinen bloßen Händen den Körper des Patienten dazu anzuregen, sich auf seine Kräfte zu besinnen, alte Muster los zulassen, sich neu zu ordnen und beweglich zu bleiben und damit in einen heilenden Zustand überzugehen.

Ich fühle mich in den Patienten ein, höre dem Körper zu, entdecke Verspannungen oder Knotenpunkte und biete Körper und Geist mit geeigneten Techniken an, diese zu lösen und neu zu ordnen.
Denn wie A.T. Still, der Begründer der Osteopathie sagte: „Alles Leben ist Bewegung“. Und alles hängt mit allem zusammen. In unseren Körpern befindet sich ein Netz aus Bindegeweben (und Faszien), durch welches jedes Organ mit jedem Knochen, Muskel und dem Gehirn in Verbindung steht. Somit kann ich mit meiner Behandlung an einer Stelle des Körpers, z.B. am Rücken, auch verschiedene andere Stellen des Körpers erreichen. Und damit eventuell über einen langen Zeitraum bestehende Verspannungen auflösen.

Bei welchen Beschwerden kann die osteopathische Behandlung helfen?
Oft werden mir ältere oder chronisch kranke Tiere vorgestellt, bei denen die schulmedizinische Behandlung nur unzureichend wirkt. Oder die Schmerztherapie ausgereizt ist. Oder nach schulmedizinischer Diagnostik keine Ursache gefunden wurde. Genau da kann die Osteopathie helfen.
Aber auch jüngeren Hunden, die z.B. im Sport laufen und ständig wiederkehrende Verletzungen entwickeln oder „unrund“ laufen, kann eine osteopathische Behandlung den entscheidenden Impuls zur Beschwerdefreiheit geben.
Das Portfolio für die osteopathische Behandlung ist lang. Hier eine kleine Aufzählung:
  • Störungen des Bewegungsapparates, also der Knochen, Wirbelsäule und Gelenke, z.B. Schmerz nach Unfällen, Schmerz durch  Arthrosen,  Lahmheiten
  • Inkontinenz durch Veränderungen im Hormonhaushalt oder ungleich bzw. schwach ausgebildeten Muskeln im Beckenbereich
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Leber- oder Nierenprobleme, die einen negativen Einfluss auf das Befinden des Tieres haben
  • Bauchschmerzen
  • chronische Atemwegserkrankungen
  • Bewegungsunlust
  • Senilität oder Apathie
  • Angstzustände oder Traumata physischer oder psychischer Art
  • u.v.m.
Wie läuft eine Sitzung ab?
In der Tierosteopathie sind wir auf die Mitarbeit unserer Patienten angewiesen. Wie viel Kontakt oder sogar Berührung ein Patient zulässt, hängt sowohl vom Charakter des Tieres als auch vom Vertrauen zum Menschen ab. Aber selbst einem unruhigen Hund oder einer Katze, die nicht auf dem Tisch bleiben möchte, kann mit kurzen Impulsen und verschiedenen Techniken geholfen werden.
Nach einem ausführlichen Gespräch und der Bestandsaufnahme der Beschwerden führe ich eine osteopathische Untersuchung durch. Danach erfolgt die osteopathische Behandlung. Manchmal geht beides nahtlos ineinander über. Am Ende der Behandlung erkläre ich Ihnen, was ich gefühlt und behandelt habe, und spreche daraufhin die eventuellen weiteren Behandlungen mit Ihnen ab. Auch kann es passieren, dass ich weiterführende tiermedizinische Diagnostik empfehle, dafür erhalten Sie dann von mir eine (Rück-) Überweisung zu Ihrem Haustierarzt.
Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Die erste Sitzung dauert etwa 60-90 Minuten, weitere Termine zwischen 40 und 60 Minuten. Ich rechne nach der GOT für Tierärzte ab, die erste Behandlung befindet sich, je nach Zeitaufwand, preislich im Rahmen von ca. Euro 80,- bis 120,-, die Folgesitzungen zwischen Euro 60,- und 90,-.
Eine Zahlung in bar oder per EC- Karte ist möglich.
Hausbesuche für sehr ängstliche Patienten kann ich gern im näheren Praxisumfeld anbieten.